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Mauritius

Traumurlaub im Indischen Ozean

Mauritius Informationen

Insel Mauritius

Mauritius
ist ein Inselstaat im Südwesten des Indischen Ozeans, ungefähr 900 Kilometer östlich von Madagaskar. Im Norden befinden sich die Seychellen und im Westen befindet sich das französische Überseedépartement La Réunion.

Geographische Lage
Mauritius liegt im Indischen Ozean. Im Westen ist die Insel Madagaskar etwa 900 km entfernt. Bis zum afrikanischen Kontinent sind rund 1.800 km zurückzulegen. Die Insel Réunion liegt etwa 200 km im Westen, und der asiatische Staat Indien befindet sich etwa 4.000 km im Nordosten. Der Staat Mauritius besteht aus zwei großen und mehreren kleineren Inseln: Auf Mauritius selbst, der größten Insel des Landes, liegt die Hauptstadt Port Louis. Große Teile der Hauptinsel sind von einem Riff umgeben, aus dem sich einige weitere kleine Inseln wie Amber Island erheben, in unmittelbarer Nähe zu Mauritius liegen ferner Gunners' Coin (Coin de Mire) (8 km vor der Nordküste) und Round Island 22 km nordöstlich. Die zweite größere Insel heißt Rodrigues und zählt rund 40.000 Einwohner. Sie liegt rund 600 km östlich auf ungefähr der gleichen geografischen Breite. Zusammen mit La Réunion zählen die Inseln Mauritius und Rodrigues zu den Maskarenen. Die Cargados-Carajos-Inseln (auch St. Brandon) liegen etwa 500 km nord-östlich von Mauritius. Diese Inselgruppe hat eine Länge von ungefähr 100 km und erstreckt sich von Nord nach Süd. Die Agalega-Inseln liegen über 1.000 km in nördlicher Richtung von Mauritius entfernt, nahe bei den Seychellen.

Allgemeines:

Lage: Indischer Ozean, östlich von Madagaskar.

Fläche: 2040 qkm.

Bevölkerungszahl: 1.280.580 (2006).

Bevölkerungsdichte: 628 pro qkm.

Hauptstadt: Port Louis. Einwohner: 156.760 (2006).

Staatsform: Republik (im Commonwealth) seit 1968. Verfassung von 1968, letzte Änderung 1992. Einkammerparlament mit 66 Abgeordneten.Unabhängig seit 1968 (ehemalige britische Kolonie).

Geographie: Mauritius liegt im Indischen Ozean, östlich von Madagaskar und ca. 3000 km südöstlich der afrikanischen Küste. Von der Küste steigen weite, fruchtbare Ebenen auf, auf denen Zuckerrohr, Bananen und Tee angebaut werden. 500 km östlich liegt die Insel Rodrigues. Im Nordosten befinden sich die Cargados-Carajos-Bänke und 900 km nördlich die Insel Agalega.

Sprache: Amtssprachen sind Englisch (Handelssprache) und Französisch (Bildungssprache). Weiterhin werden Mauritianisch (französisches Kreolisch), indische Sprachen und Chinesisch gesprochen.

Religion: 52% Hindus, 28,3% Christen, 16,6% Muslime; buddhistische Minderheit.

Ortszeit: MEZ + 3. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Mauritius. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +3 Std. und im Sommer +2 Std.

Netzspannung: 220 V, 50 Hz. Adapter erforderlich.

Regierungschef: Navin Ramgoolam, seit Juli 2005.

Staatsoberhaupt: Sir Anerood Jugnauth, seit 2003.

Klima: Warmes Klima an der Küste (besonders von Januar bis April), am kühlsten und trockensten von Juni bis September. Zyklone können von Dezember bis Februar auftreten.

Regionen und Städte: Curepipe ist die größte Stadt im Inneren der Insel mit guten Geschäften und Restaurants. Oberhalb der Stadt, zwischen Curepipe und Vacoas, erhebt sich der Trou aux Cerfs, ein erloschener Krater, der 85 m tief und über 180 m breit ist, und von dessen Rand aus man einen herrlichen Rundblick über die Insel hat. Pamplemousses, ein botanischer Garten im Norden der Insel, ist bekannt für seine weitläufigen Anlagen und die Vielfalt exotischer Pflanzen. Über 100 Jahre alte Schildkröten sind hier ebenfalls zu Hause. Bei diesem erfrischenden Wasserfall in der Nähe von Souillac tost das Wasser über eindrucksvolle Felsformationen, die durch rasch abgekühlte Lava gebildet wurden. Die Straße zum Wasserfall führt durch eine Zuckerrohrplantage, die man ebenfalls besichtigen kann. In einem erloschenen Krater, nicht weit von Mare aux Vacoas, liegt einer der beiden natürlichen Seen der Insel, ein Wallfahrtsort für die hinduistische Bevölkerung. Der höchste Punkt des Zentralplateaus (740 m) eröffnet eine ausgezeichnete Aussicht auf die Rivire-Noire-Berge und das Meer. Vogelfreunde können hier einheimische Vogelarten beobachten. Eine gewundene Straße führt vom Dorf Case Noyale aus nach Chamarel (Bunte Erde), einem Hügel mit unterschiedlich gefärbten Erdschichten. Aus den Sümpfen des Urwalds entsteht ein Fluss, der sich in einen atemberaubenden Wasserfall verwandelt. Der ca. 50 ha große Casela-Vogelpark liegt im Gebiet des Rivire Noire. Hier leben mindestens 140 verschiedene Vogelarten aus allen fünf Erdteilen. In der Lagune zwischen Pointe aux Piments und Trou aux Biches befindet sich das Meeresaquarium mit 200 Arten von Fischen und anderen Meereslebewesen, die alle aus dem Meer der Umgebung kommen. In der Nähe von Rivire des Anguilles liegt die Krokodilfarm, auf der aus Madagaskar eingeführte Nilkrokodile gezüchtet werden. Der große Naturpark bietet schöne Spaziergänge durch einen Wald mit Süßwasserquellen. Es gibt einen kleinen Zoo mit einheimischen Wildtieren. Dieser 800 ha große Park liegt in dem hügeligen Gebiet bei Anse Jonchée, unweit von Mahébourg im Südosten der Insel. In dem Waldgelände leben Hirsche, Affen und Wildschweine. Tamarin ist ein beliebter Badestrand am Fuß der Rivireberge an der Westküste mit einer schönen Lagune, in die der Rivire Noire mündet. Auf den hohen Ozeanwellen kann man surfen; Ausrüstungen können gemietet werden.

Grand Baie: An der Nordküste oberhalb der Baie du Tombeau gibt es zahlreicheTraumstrände wie Pointe aux Piments, Trou aux Biches mit Filoas (Kasuarina-Bäumen). Weiter nördlich liegt Mont Choisy mit einem der beliebtesten Strände der Insel. In Strandnähe gibt es auch Sportanlagen. Nördlich der Landzunge mit dem Leuchtturm liegt Grand Baie. Hier gibt es einen Jachthafen und ausgezeichnete Wasserski- und Surfmöglichkeiten.

Péreybre ist eine wunderschöne Badebucht, die an der Küstenstraße zwischen Grand Baie und Cap Malheureux liegt.

Cap Malheureux: Dieses Fischerdorf liegt im äußersten Norden der Insel. Von hier aus kann man die vulkanischen Inseln Flat Island, Round Island und Gunners Quoin sehen.

Grand Gaube ist ein reizvolles Dorf an der Nordostküste. Die örtlichen Fischer gelten als hervorragende Segelschiffsbauer und Hochseefischer.

Roches Noire und Poste Lafayette sind beliebte Küstenurlaubsorte.

Belle Mare hat einen weißen Sandstrand, der sich über mehrere Kilometer bis zum malerischen Fischerdorf Trou dEau Douce hinzieht. Hier wird der Strand schmaler, und die Straße führt an der Küste entlang nach Mahébourg. Der sich anschließende Sandstrand erstreckt sich von den Strandbungalows in Pointe dEsny bis hin zur Blue Bay.

Hier befindet sich einer der schönsten Strände mit einer Hintergrund-Kulisse von Kasuarina-Bäumen.

Gesetzliche Feiertage:

Anmerkung zu den Feiertagen: (a) Jede Kultur- bzw. Religionsgemeinschaft auf Mauritius feiert ihre eigenen Feste.
(b) Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen und der Genuss von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
(c) [*] Hinduistische und chinesische Feiertage richten sich nach örtlichen astronomischen Messungen, so dass Abweichungen von den angegebenen Daten möglich sind.

Feiertage:
2008 15. Aug. Mariä Himmelfahrt.
Sep.* Ganesh Chathurthi.
2. Okt. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
Okt./Nov.* Diwali (Lichterfest).
1. Nov. Allerheiligen.
2. Nov. Tag der Arbeiter.
25. Dez. Weihnachten.


Feiertage 2009 1./2. Jan.Neujahr.
26. Jan.Chinesisches Neujahr.
Jan./Feb.* Thaipoosam Cavadee.
1. Feb. Tag der Abschaffung der Sklaverei.
Febr. Maha Shivaratri.
12. März Nationalfeiertag.
März/Apr.* Ougadi.
1. Mai Tag der Arbeit.
15. Aug. Mariä Himmelfahrt.
Sep.* Ganesh Chathurthi.
21. Sept.Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
18. Okt.* Diwali (Lichterfest).
1. Nov. Allerheiligen.
2. Nov. Tag der Arbeiter.
25. Dez. Weihnachten.

Land & Leute:

Essen & Trinken:

Viele Restaurants bieten sowohl französische als auch kreolische, indische und chinesische Gerichte an. Restaurants sind jedoch oft auf importierte Lebensmittel angewiesen, so dass Engpässe vorkommen und nicht immer die gesamte Speisekarte zur Verfügung steht. Zu den Spezialitäten gehören Hirschfleisch (saisonbedingt), Camarons (Flusskrebse) mit würziger Soße, Tintenfisch, frische Ananas mit Chilisoße und Reis mit Curry. Scharfe Currygerichte heißen Daube; weniger scharfe, zumeist mit mehr Tomaten zubereitete Currys werden Rougaille genannt.

Rum und Bier sind überall erhältlich, zu empfehlen sind auch gute importierte Weine, Mineralwasser und frische Kokosmilch.

Nachtleben: Diskotheken und Nachtklubs gibt es vor allem in Port Louis und Grand Baie. Rivire Noire ist eine kreolische Fischergegend, in der man Samstag abends oft Sega-Tänze sehen kann. Sega-Tanzgruppen treten auch in den Hotels auf. Die Spielkasinos der Hotels werden immer beliebter.

Einkaufstipps: Kunstgewerbeartikel, Schmuckstücke aus Muscheln, Gold und chinesischer und indischer Jade, Teakholzarbeiten, Textilien und Keramik.

Port Louis: Mo-Fr 10.00-17.00 Uhr, Sa 10.00-12.00 Uhr. Curepipe, Quatre Bornes und Rose Hill: Mo-Mi, Fr und Sa 10.00-18.00 Uhr, Do und So 10.00-12.00 Uhr.

Sport: Angeln ist rund um die Insel möglich. Die Insel ist berühmt für ihre exklusiven Golfresorts wie The Legend und The Links des Hotels Constance. Auch die Beachcomber-Gäste kommen auf den für sie errichteten Golfplätzen wie dem Trou aux Biches nicht zu kurz.

Die Strände bieten gute Bademöglichkeiten (s. Urlaubsorte & Ausflüge). Viele Hotels haben auch Swimmingpools.

Grand Baie nördlich von Pamplemousses Gardens ist ein beliebtes Tauchgebiet.

In Trou aux Biches im Nordwesten, südlich des Feriendorfs des Club Mediterrannée am Pointe aux Canonniers, kommen Wellenreiter ganz auf ihre Kosten.

Segeln und Wasserski fahren kann man vor allem in Grand Baie.

Veranstaltungskalender :

2008 Aug.-Sept. Ganesh Chaturthi, versch. Orte. Sept. Vater Lavals Tag (Feierlichkeiten zu Ehren des Missionars), Port Louis. Okt. Divali (Hindu-Fest), versch. Orte.

Eine vollständige Liste ist vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen) erhältlich.

Sitten & Gebräuche:

Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Bei Einladungen sollte man ein kleines Geschenk mitbringen und sich bemühen, die jeweiligen Traditionen der Gastgeber zu respektieren, die je nach Religionszugehörigkeit sehr unterschiedlich sein können.

Legere Kleidung ist üblich, nur zu bestimmten gesellschaftlichen Anlässen wird Abendkleidung erwartet.

10% Bedienungsgeld ist in Hotels und Restaurants üblich. Taxifahrer erwarten ebenfalls ein kleines Trinkgeld.

Wirtschaftsprofil:

Wirtschaft:

Wichtige Wirtschaftszweige

Seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1968 hat sich Mauritius von einer ärmlichen Agrarnation zu einem Land mit einer breit gefächerten Wirtschaft entwickelt - bestehend aus den Sektoren Industrie, Finanzdienstleistungen und Tourismus. Zum überwiegenden Teil hängt die mauritische Wirtschaft von diesen Sektoren ab. Zucker ist auch heute noch ein wichtiges Exportgut. Auf 90 % der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche wird Zucker angebaut, der 25% der Exporteinnahmen bringt. Weitere landwirtschaftliche Exportgüter sind Tabak und Tee. Ein weiterer Devisenbringer ist der Tourismus, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. 1996 kamen rund 487.000 Touristen nach Mauritius, 2003 waren es schon 702.000.

Wirtschaftslage

Das Wirtschaftswachstum hat sich im Jahre 2003 auf ca. 2,7 % verringert (nach ca. 4,3 % im Jahr 2002), vor allem bedingt durch die schwierige Situation der Textilindustrie. 2005 lag es bei ca. 3 %. Die Inflationsrate betrug 2005 ca. 5,6 % (2003 ca. 5,1 % und 2002 6,4 %).

Wirtschaftspolitik

Die Diversifizierung der Wirtschaft ist weiterhin das wichtigste strategische Ziel. Die Regierung fördert ganz besonders die Elektronik- und Informatikbranche sowie feinmechanische Betriebe.

Handelspartner

Die wichtigsten Handelspartner des Landes sind Großbritannien, Frankreich, die USA, Südafrika, China (VR), Indien, Bahrain, Madagaskar und Italien.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen U.a. Commonwealth, Vereinte Nationen, AU (Afrikanische Union), EU-AKP- Konventionen von Cotonou (Zusammenarbeit der Europäischen Union mit den afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten), Commission de l'Océan Indien (COI), SADC (Entwicklungsgemeinschaft des südl. Afrika), WTO (Welthandelsorganisaiton), Indian Ocean Rim Association for Regional Cooperation

Umgangsformen:

In Geschäftskreisen werden oft Safari-Anzüge getragen. Termine sollten im Voraus vereinbart werden. Viele Geschäftsleute sprechen Englisch. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.30-16.00 Uhr, Sa 09.00-12.00 Uhr. Behörden: Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.



Mauritius Chamber of Commerce and Industry (Industrie- und Handelskammer)
3 Royal Street, Port Louis
Tel: 208 33 01. Fax: 208 00 76.
E-Mail: mcci@intnet.mu
Internet: www.mcci.org

Reiseverkehr - National:

Bus/Pkw:

Die Insel verfügt über ein gutes asphaltiertes Straßennetz (ca. 1.600 km). Bus: Es gibt ein gut ausgebautes und zuverlässiges Netz öffentlicher Buslinien. Von den Busbahnhöfen in Port Louis (am zentralen Markt und an den Line Barracks), in Mahébourg und in Curepipe starten laufend Omnibusse in alle Richtungen der Insel. In den Städten verkehren sie täglich zwischen 05.30 Uhr und 20.00 Uhr (zwischen Port Louis und Curepipe bis 23.00 Uhr) und in den ländlichen Gebieten von 06.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Haltestellen sind mit dem Hinweis "Bus Stop" gekennzeichnet. Taxis erkennt man am gelben Schild auf der Tür. Sie sind alle mit Taxametern ausgestattet. An zentralen Plätzen warten auch Sammeltaxis, so genannte Taxi Trains. Ein Taxi lässt sich zu moderaten Preisen für einen ganzen Tag chartern. Das bietet den Vorteil, dass man einen wegekundigen und in aller Regel freundlichen Fremdenführer gleich mit an Bord hat. Mietwagen: Es gibt zahlreiche Autovermieter auf der Insel. Autovermietungen gibt es in Port Louis, Les Pailles, Rose Hill, Quatre Bornes, Curepipe, Forest Side, Goodlands, Grand Baie, Flacq, Mahébourg und Surinam. Mindestalter: 21 Jahre. Unterlagen: Internationaler Führerschein empfohlen.

Verkehrsbestimmungen:

Linksverkehr.
Höchstgeschwindigkeiten:
innerhalb geschlossener Ortschaften: 50 km/h
außerhalb von Ortschaften: 80 km/h.


Stadtverkehr:

In allen Stadtgebieten gibt es Busse und Taxis. Die Busse fahren in der Stadt zwischen 05.30-20.00 Uhr (zwischen Port Louis und Curepipe bis 23.00 Uhr). Fahrräder und Boote können gemietet werden.


von Port Louis zu den folgenden Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):

Bus/Pkw Curepipe 0.20
Plaisance 1.00
Grand Baie 0.30
Centre de Flaq 1.00
Souillac 1.00

Reise- und Sicherheitsinformationen:

Mauritius verzeichnet als attraktives Reiseziel einen steigenden Fremdenverkehr. Dennoch wird den auf Mauritius befindlichen Reisenden empfohlen, kritische Bereiche, vor allem ärmere Wohngebiete und einsames Strandgelände, nach Einbruch der Dunkelheit zu meiden, weil auch auf Mauritius kriminelle Übergriffe auf Touristen vorkommen können. Vor Taschendieben wird vor allem auf den Märkten in Port Louis, Grand Baie und Flic en Flac gewarnt. Bei Umtausch von größeren Geldbeträgen ist nach Verlassen der Bank erhöhte Vorsicht vor Überfällen geboten.

Einreiseinfos für Mauritius:

Einreisebestimmungen:

Land

Reisepass benötigt?

Visa benötigt?

Rückreiseticket erforderlich?

Deutschland

ja

nein

ja

Österreich

ja

nein

ja

Schweiz

ja

nein

ja

Andere EU-Länder

ja

nein

ja



Weitere Anmerkungen:

Bei der Einreise am Sir Seewoosagur Ramgoolam International Airport erhalten (a) Staatsbürger von Argentinien, Brasilien, Chile und Paraguay erhalten ein Visum für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten;
(b) Staatsbürger von Korea (Süd) für einen Aufenthalt von bis zu 16 Tagen;
(c) Staatsbürger der folgenden Länder für einen Aufenthalt von 2 Wochen (Verlängerung möglich): Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Bulgarien, Fidschi, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Komoren, Madagaskar, Moldawien, Rumänien, Russische Föderation, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine und Usbekistan.

Hinweis:

Die vorherige Ausstellung eines Visums ist im Fall einer beabsichtigten Arbeitsaufnahme oder Ausbildung notwendig.

Reisepass: Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Hinweis: Eine Vereinbarung der International Civil Aviation Organization (ICAO) (Internet: http://www.icao.int/) besagt, dass bis zum Jahre 2010 die Bürger aller Staaten mit maschinenlesbaren Pässe einreisen sollen.

Einreise mit Kindern:

Deutsche: Deutscher Kinderausweis mit Lichtbild oder eigener Reisepass. Achtung: Seit dem 1. November 2007 ist es nicht mehr möglich, sein Kind in den Reisepass der Eltern einzutragen. Kinder benötigen nun einen eigenen Reisepass oder Ausweis.
Hinweis zum Kinderausweis und Kinderreisepass: Es werden keine neuen Kinderausweise mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar. Der Kinderreisepass ist fälschungssicher, maschinenlesbar und stets mit einem Lichtbild versehen.

Österreicher: Eintragung in den elterlichen Reisepass bis zum vollendeten 12. Lebensjahr (ab dem vollendeten 10. Lebensjahr mit Lichtbild) oder eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass. Achtung: Seit dem 31.Dezember 2007 ist es nicht mehr möglich, sein Kind in den Reisepass der Eltern einzutragen. Kinder benötigen nun einen eigenen Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Visum: Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder, die für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen bei der Einreise gegen die Vorlage von Flugschein, Hotelreservierung und ausreichenden Finanzmitteln für den Aufenthalteine "Entry Permit" erhalten: (a) EU-Länder und Schweiz: Bundesrepublik Deutschland, Österreich, übrige EU-Ländersowie Schweiz;
(b) Commonwealth-Länder: Fast alle Commonwealth-Länder (Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsbürger von Bangladesch, Fidschi, Indien, Kamerun, Nigeria, Pakistan und Sri Lanka);
(c) Übrige Länder: Bahrain, Hongkong (VR China), Israel, Japan, Katar, Kuwait, Liechtenstein, Monaco, Namibia, Norwegen, Oman, San Marino, Saudi-Arabien, Tunesien, Türkei, USA, Vatikanstadt und Vereinigte Arabische Emirate.

Transit:

Visumpflichtige Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden weiterreisen, den Transitraum nicht verlassen und im Besitz gültiger Dokumente für die Weiterreise sind, erhalten bei der Einreise ein Transitvisum. Ausgenommen sind Staatsangehörige der folgenden Länder, die vor der Abreise ein Transitvisum beantragen müssen: Afghanistan, Algerien, Irak, Iran, Jemen, Kongo (Dem. Rep.), Libyen, Nigeria und Sudan.

Visaarten:

Touristen- und Geschäftsvisum.

Gültigkeitsdauer:

Touristen- und Geschäftsvisum: 14 Tage. Verlängerungen können beim Einwanderungsamt vor Ort (Adresse s. u.) beantragt werden.

Antragstellung: Konsulat oder Konsularabteilung der Botschaft, die die Visaanträge an die Behörden in Mauritius weiterleiten (s. Adressen).

Bearbeitungszeit: 3-4 Wochen.

Unterlagen:

Unterlagen für die Visumbeantragung vor der Reise:
(a) 1 Antragsformular auf Englisch ausgefüllt, datiert und unterschrieben. (b) Gültiger Reisepass (Kopie der relevanten Seiten mit den Angaben zur Person). (c) 2 Passfotos. (d) Ggf. Nachweis ausreichender Geldmittel. (e) Buchungsbestätigung für den Hin- und Rückflug oder Einladungsschreiben bei privaten Besuchen. (f) Hotelbuchungsbestätigung. (g) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung oder Wiedereinreisevisum für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.

Unterlagen für die Ausstellung des Visums am Flughafen:
(a) Gültiger Reisepass. (b) Gültiges Rückflugticket. (c) Nachweis über ausreichende Geldmittel. (d) Hotelbuchungsbestätigung oder Einladungsschreiben bei privaten Besuchen. (e) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung oder Wiedereinreisevisum für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.

Ausreichende Geldmittel: Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel (mindestens über 100 US $ pro Nacht) verfügen.

Dokumente bei der Einreise:

Alle Reisenden müssen bei der Ankunft im Besitz eines gültigen Reisepasses, gültiger Rück- bzw. Weiterreisetickets, einer Hotelbuchung oder eines Einladungsschreibens, ggf. einer Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder der Schweiz sein sowie über einen Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel für die Dauer des Aufenthalts verfügen.

Verlängerung des Aufenthalts:

Verlängerungen werden ausgestellt vom Passport and Immigration Office (Einwanderungsamt), 9-11 Lislet Geoffrey Street, Sterling House, MU-Port Louis (Tel: 210 93 12. Fax: 210 93 22). Eine Arbeitsgenehmigung ist erforderlich, falls eine Arbeit in Mauritius aufgenommen werden soll. Ein Aufenthalt kann maximal bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 6 Monaten verlängert werden.

Einreise mit Haustieren:

Für Haustiere werden eine Einfuhrgenehmigung vom Ministerium für Landwirtschaft, Bodenschätze und Umwelt und ein Gesundheitszeugnis aus dem Herkunftsland benötigt. Die Quarantänepflicht für Hunde und Katzen beträgt 6 Monate und für Vögel 3 Wochen. Anmerkung: Wirbellose sowie Hunde und Katzen, die aus Orten stammen, bei denen innerhalb eines Radius von 100 km Tollwutfälle aufgetreten sind, dürfen nicht nach Mauritius verbracht werden.

Währung:

1 Mauritius-Rupie = 100 Cents. Währungskürzel: MUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten von 2000, 1000, 500, 200, 100, 50 und 25 MUR. Münzen im Wert von 10, 5 und 1 MUR sowie 50, 25, 20, 10, 5 und 1 Cent.

Geldwechsel:

Geld kann in Wechselstuben, bei Banken, in Hotels und am Flughafen gewechselt werden.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard:

Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Kreditkarten:

MasterCard, Visa, Diners Club und American Express werden in den meisten Hotels, Banken, Restaurants und Touristengeschäften akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks : Können in Banken, Hotels und dazu berechtigten Geschäften umgetauscht werden.

Devisenbestimmungen: Keine Beschränkungen, es besteht jedoch Deklarationspflicht.

Öffnungszeiten der Banken: Mo-Do 09.15-15.15 Uhr, Fr 09.15-15.30 und einige Banken haben Sa 09.15-11.15 Uhr geöffnet.

Duty Free:

zollfrei einkaufen:

Folgende Artikel können zollfrei nach Mauritius eingeführt werden (Personen ab 16 J.):

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
2 l Wein oder Bier;
1 l Spirituosen;
25 cl Eau de Toilette und eine kleine Menge Parfüm für den persönlichen Bedarf.

Einfuhrverbot:

Die Einfuhr von Zuckerrohr ist verboten, sowie der Import von frischem Obst aus Ostasien (alle Länder jenseits des 60. Längengrades einschließlich Indien und Pakistan).

Kontaktadressen:

Botschaft der Republik Mauritius:

Kurfürstenstraße 84, D-10787 Berlin Tel: (030) 263 93 60. Fax: (030) 26 55 83 23.
E-Mail: berlin@mauritius-embassy.de
Internet: www.mauritius-embassy.de
Mo-Fr 08.30-16.30 Uhr.
(auch für Österreich zuständig.)
Honorargeneralkonsulat in München. Konsulate in Düsseldorf und Stuttgart.

Botschaft der Republik Mauritius:
127 Rue de Tocqueville, F-75017 Paris
Tel: (+33) (01) 42 27 30 19. Fax: (+33) (01) 40 53 02 91.
E-Mail: ambassade.maurice@online.fr
Mo-Fr 10.00-12.30 Uhr (Publikumsverkehr), Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr (tel. Anfragen).
(für die Schweiz zuständig).






Rodrigues - Rodriguez

die vergessene Insel im Indischen Ozean

Rodrigues

Insel Rodrigues

Rodrigues
Rodrigues (auch Rodriguez) ist eine zu Mauritius gehörige Insel im Indischen Ozean, rund 650 km östlich von der Hauptinsel Mauritius gelegen. Die Hauptstadt des 109 km² großen Eilandes ist Port Mathurin, die Hauptsprache ist Französisch, Umgangssprache ist Rodriguais ein französisches Kreolisch. Die Insel ist Teil der Inselkette der Maskarenen und ihrerseits von mehreren kleinen Inseln umgeben. Die Insel hat über 40.000 Einwohner, die, abgesehen von einer kleinen europäischen Minderheit, afrikanischer Herkunft sind.

Geographie
Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und auf allen Seiten von einer weitläufigen Lagune umgeben. Das Korallenriff das die Lagune umgrenzt ist unterschiedlich weit von der Küste entfernt und bietet nur wenige schmale Durchlässe für die Schifffahrt. Die höchste Erhebung der Insel der Mont Limon hat eine Höhe von 398 Metern. Das Klima ist rauer als auf Mauritius, die Sommer heißer (29 bis 33 °Celsius), die Winter kühler (14 bis 18 °Celsius), die Zyklon-Saison noch heftiger. Es ist auch weit trockener als auf der Hauptinsel, mit langen Perioden ohne Regenfälle. Die kleinen vorgelagerten Inseln Ile aux Cocos und Ile aux Sables stehen unter Naturschutz.

Rodrigues Kueste Geschichte
Die unbewohnten Maskarenen waren schon den Arabern bekannt, die Rodrigues Dina a Robi nannten. Benannt wurde die Insel schließlich nach Diogo Rodrigues, einem Steuermann einer 1528 unter dem Befehl Pedro Mascarenhas fahrenden, kleinen portugiesischen Flotte, die die Inselgruppe für die Europäer entdeckte. 1601 landeten die Holländer auf dem Weg nach Osten auf der Insel. Ein Besiedlungsversuch unter Admiral Wolphart Harman scheiterte aber ebenso, wie jener unter Gerrit Andriez bereits nach wenigen Wochen. Im Gegensatz zu Mauritius wurde Rodrigues von den Niederlanden nie offiziell in Besitz genommen. Die Insel blieb für vorbeifahrende Schiffe lange Zeit nur eine Landmarke, an der Richtung Indien nach Norden gewendet wurde und ein Zufluchtsort vor Stürmen oder Versorgungsmöglichkeit für frisches Wasser und Schildkrötenfleisch. 1691 versuchte eine Gruppe aus Frankreich geflohener Hugenotten eine protestantische Republik Namens Eden auf Rodrigues zu errichten. Wegen Kämpfen mit den Holländern erreichten aber nur acht Männer, unter der Führung von François Leguat, die Bucht von Mathurin. Die Insel hatte nun erstmals Bewohner, die sich auf der fruchtbaren Insel auch gut ernähren konnten. Nach zwei Jahren gaben sie jedoch, aufgrund des Mangels an Frauen auf und setzten mit einer selbstgebauten Barkasse nach Mauritius über, wo sie von den Holländern als der Spionage verdächtig inhaftiert wurden. Die Männer wurden auf einer kleinen vorgelagerten Insel ausgesetzt, starben aber, inselerfahren wie sie waren, nicht wie erwartet. Darauf hin wurden sie nach Batavia gebracht und nach einem Prozess nach Frankreich abgeschoben. 1708 veröffentlichte Leguat eine Beschreibung seiner insgesamt siebenjährigen Reise mit naturkundlichen Beobachtungen unter dem Titel Voyages et aventures de François Leguat et de ses compagnons en deux isles désertes des Indes orientales. Diese Erzählungen inspirierten die Franzosen 1725 zu einem erneuten Kolonisierungsversuch. Die Kolonisten fingen tausende Riesenschildkröten und verkauften sie vorbeifahrenden Schiffen als Reiseproviant. 1735 entstand die erste feste Ansiedlung Port Mathurin. Später beherbergte die Insel auch eine Art Sträflingskolonie Frankreichs. Auch eine Gruppe von Madagassen kam freiwillig auf die Insel und führte hier den Reisanbau ein.

Der ausgestorbene Rodrigues-Solitär (Pezophaps solitaria) war auf Rodrigues endemisch 1761 wählte die Französische Académie des sciences die Insel als Beobachtungspunkt für die Passage der Venus durch die Sonne aus. Der Mathematiker und Astronom Abbé Guy Pingré verbrachte deshalb vier Monate auf der Insel. Im gleichen Jahr kam es zu einem Angriff der Briten in Rahmen des Siebenjährigen Krieges. Die im Hafen angetroffenen französischen Schiffe wurden zerstört, die etwa 70 französischen Bewohner der Insel ohne Kontaktmöglichkeit zurückgelassen. Auch in die nächste größere britisch-französische Auseinandersetzung, den Kriegen im Gefolge der Französischen Revolution, war die entlegene Insel am Rande verwickelt. Um das strategisch wichtige Mauritius auf See zu blockieren, wurde Rodrigues von den Briten als Basis benutzt. Am 27. Dezember 1808 wurde die Insel durch eine Flotte von 21 Schiffen mit 16.000 Mann Besatzung militärisch besetzt und offiziell okkupiert. Die Franzosen hatten sogar erwogen als Abschreckung eine Leprakolonie zu errichten. Um diese Streitmacht zu versorgen wurden tausende Riesenschildkröten geschlachtet und ganze Ebenholzwälder gerodet. Am 29. Oktober 1810 diente die Insel einer 10.000 Mann starken britischen Streitmacht als Ausgangspunkt für eine Invasion der Inseln Réunion und Mauritius. Mit dem Vertrag von Paris 1814 kam Réunion zurück an Frankreich, Rodrigues verblieb mit Mauritius bei Großbritannien. Eine Volkszählung ergab 1804 eine Bevölkerung von 22 Europäern und 82 Sklaven die aus Madagaskar und Mosambik gekommen waren. Die Sklaven wurden erst 1839 freigelassen. In der Folge verdiente die afrikanische Bevölkerung ihren Lebensunterhalt zumeist durch Züchtung von Rindern, Ziegen und Schweinen auf Gebieten die der Krone gehörten. Von den großen Malaria- und Choleraepidemien die auf Mauritius 1866-1868 und den 1890er-Jahren zehntausende Opfer forderten, blieb Rodrigues verschont, da es keine so enge Beziehungen zu Indien hatte. Strand Rodrigues
Anfang des 20. Jahrhunderts war das Leben auf Rodrigues angenehm, die Insel konnte die damals kleine Bevölkerung von 3.000 Menschen leicht ernähren, Fleisch und Fisch waren billig, die Krise der Zuckerrohrindustrie auf Mauritius, das einen großen Teil seiner Bevölkerung durch Abwanderung einbüßte, betraf die Nebeninsel nicht. Die Insel war zum Lagerhaus von Mauritius geworden, Viehzucht, Fischfang und Gemüseanbau florierten. 1930 zählte man bereits 8.000 Einwohner. Der Zweite Weltkrieg tangierte Rodrigues nur indirekt. Die Stationierung einer kleinen Militäreinheit für das seit 1901 installierte Telegrafenkabel durch den Indischen Ozean nach Australien bescherte der Kolonie einen kleinen Wirtschaftsboom. Noch in den 1970er-Jahren gab es nur eine einzige asphaltierte Straße in Port Mathurin und rund 60 Autos, meist im Besitz von Verwaltungsangehörigen. Da sich die mehrheitlich katholische Bevölkerung nicht mit dem, aus ihrer Sicht von Hindus beherrschten Mauritius identifizierte, war die Begeisterung für Mauritius' Unabhängigkeit 1968 gering. Die Indo-Mauritischen Beamten wurden auf der Kreolen-Insel als Kolonialisten wahrgenommen. Der Wunsch unter der Herrschaft des Vereinigten Königreiches zu bleiben wurde aber in London abschlägig beschieden.Seit dem Jahr 2002 genießt Rodrigues eine Autonomie mit einer eigenen Regionalversammlung innerhalb des Staates Mauritius.

Bevölkerung
Wie in Mauritius blieb die Bevölkerung, trotz über 150 Jahren britischer Herrschaft, durch die Abstammung der herrschenden Oberschicht bis heute französisch geprägt. Auf der Hauptinsel Mauritius wurden, nach Abschaffung der Sklaverei, zehntausende indische Kontraktarbeiter ins Land geholt um den als Monokultur betriebenen Zuckerrohranbau mit genügend Arbeitern zu versorgen. Heute stellt die Bevölkerung indischer Herkunft die deutliche Mehrheit der Bevölkerung von Mauritius. Auf Rodrigues spielte der Zuckerrohranbau nie eine große Rolle, daher sind hier die Kreolen die große Mehrheit. Indische und chinesische Familien wanderten erst in den 1890ern ein und spielten bald ein wichtige Rolle im Handel. Die Bevölkerung ist zu 96 % katholisch, zu 3 % anglikanisch und je 1 % sind Moslems, Hindus oder Buddhisten.

Wirtschaft
Früher war die Insel von dichten Regenwäldern bedeckt, die fast völlig abgeholzt wurden. Erosion und Wassermangel sind die Folge, weshalb in den 1980ern mit Wiederaufforstungen begonnen wurde. Rodrigues ist inzwischen stark überbevölkert und leidet an schweren wahrscheinlich irreversiblen ökologischen Schäden und an akutem Wassermangel.Der Export von Fleisch nach Mauritius war bis vor kurzem noch die wichtigste Einnahmequelle der Wirtschaft. Weitere wichtige Exportgüter waren (gesalzener) Fisch und Tabak. Ein weiteres wirtschaftliches Standbein der Menschen auf Rodrigues ist auch der Fang und Handel mit Tintenfisch.

Rodrigues ist die einzige kreolisch geprägte Insel im Indischen Ozean, auf der sich nie eine großflächige Plantagenwirtschaft entwickelte.Der Regierung gehört immer noch 90 % des Landes, das über zehnjährige Verträge den Bauern immer wieder verpachtet wird; zweitgrößter Grundbesitzer ist die Katholische Kirche. Nachdem Zyklone das fruchtbare Land dezimiert hatten, wurden viele Bauern, die Vieh züchteten, in den Ruin getrieben. Dadurch ging der Export dieser Tiere stark zurück. Um dem entgegenzuwirken, wurden seitens der Regierung in Port Louis, die Rodrigues lange Zeit vernachlässigt hatte, Einfuhrzölle gestrichen und notwendige Importe sogar subventioniert, Unternehmensgründungen gefördert und der sanfte Tourismus ausgebaut. Der geringe Umfang des Tourismus genügt aber bei weitem nicht, um der stark angewachsenen Bevölkerung ein Auskommen zu sichern. Ungelenkte Emigration nach Mauritius, wo die Kreolen aus Rodrigues in elenden Verhältnissen leben, ist die Folge. Erst seit Mitte der 1990er-Jahre fließen nennenswerte Investitionen nach Rodrigues.

Quelle: Wikipedia
Photos: Wikipedia



Zuletzt geändert: 22.02.2017


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