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Kapverden - Informationen


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Die Inseln im Überblick:

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Santiago – die Fruchtbare
Die Insel Santiago mit seiner Hauptstadt Praia im Südosten ist die größten Insel der Kapverden. Mehr als die Hälfte der Einwohner der Kapverden lebt auf dieser Insel. Mit einer Fläche von 990 km² ist Santiago die landschaftlich abwechslungsreichste Insel. Hier findet man feinsandige Strände, mächtige Gebirge, trockene Steppengebiete, fruchtbare Täler und Hochebenen vor. Im Tal bei Assomada, welches sich im Inselinneren befindet, kann man den ältesten und größten Baum der Kapverden bestaunen. Hierbei handelt es sich um einen Kapokbaum, der ca. 500 Jahre alt und 40m hoch ist.

Zwei vulkanische Gebirgszüge dominieren die Struktur der Insel: Im Norden zieht sich der Bogen der Serra Malagueta (1064m) von der West- bis zur Ostküste, im Zentrum der Insel breitet sich das Gebirge um den höchsten Berg der Insel Pico d’Antónia (1394m) aus. Um die beiden Naturdenkmälern liegen die Achadas (Hochebenen), Tafelberge aus Lavagestein. Die Achadas im Inneren der Insel weisen eine reiche Vegetation auf: Akazien, Euphorbien und Feigen sind hier sehr häufig. Im Norden und Süden sind die Hochebenen wesentlich karger und von Trockentälern durchzogen.

Kulturell ist die Insel sehr stark von Afrika geprägt, war sie doch viele Jahre Zentrum des Sklavenhandels mit dem Nachbarkontinent. Die klassischen Musikstile wie Funana und Batuco, die hier allgegenwärtig sind, lassen dies spüren.

São Vicente – die Kulturelle
Auf der sehr trockenen Insel São Vicente spielt sich das Leben hauptsächlich in der Stadt Mindelo ab. Hier leben über 80% der etwa 80.000 Inselbewohner.

Landschaftlich wird São Vicente von dem mächtigen Berg Monte Verde (750m) beherrscht, der mit zwei weiteren Gebirgszügen (Massive von Madeiral und Fateixa) das Bild der Insel prägen. Der Berg ist allerdings nicht wie sein Name verspricht, grün, sondern besteht aus rötlich-braunem Geröll. Vor der Sahelkatastrophe wurden auf seinem Rücken grüne Bohnen und Mais angebaut, was wahrscheinlich zur Namensfindung „Grüner Berg“ führte.

Der Porto Grande war lange Zeit der größte Hafen im Atlantik und deshalb entsprechender wirtschaftlicher Motor des ganzen Landes. Noch heute ist er mit einer enormen Wassertiefe sehr bedeutsam, wenn auch durch die später errichteten Häfen in Dakar und Las Palmas nicht mehr ganz so frequentiert.

Mindelo hat über die Jahre den Status als kulturelles Zentrum des kapverdischen Archipels bewahrt. Durch die vielen Seeleute von überall her, die sich auf der Durchreise amüsieren wollten, wurde die Stadt zur Wiege der vielen, auch international bekannten Musikstile der Kapverden, wie der Morna oder der Coladeira.

Im Südwesten der Insel finden Windsurfer am Strand von dem ruhigen Örtchen São Pedro ausgezeichnete Windverhältnisse. Auch Wellenreiter kommen auf Ihre Kosten bei der sogennanten “Sandy Beach”.

Santo Antão – die Bergige
Die zweitgrößten Insel der Kapverden „Santo Antão“ wird auch als Insel der Berge, der Winde und des Wassers genannt. Die Landschaft im Süden und Westen der Insel erscheint trostlos und karg. Im Norden und Osten hingegen findet man eine reiche Vegetation an Fichten-, Kiefernwälder, Dattel- und Kokospalmen, Mango- und Affenbrotbäume, Zitrus-, Mandel-, Papaya- und Orangenbäumen vor.

Im Gebirge wird auf Terrassenfeldern, die teils aus schwarzer Lavaerde, teils aus weißem Pozolana bestehen, Mais, Ananas, Kaffee und Maniok angebaut. Es duftet nach Eukalyptus, Lavendel und sogar Lotusblüten. Akazien, wilde Feigen und Drachenbäume säumen vielerorts die Wege.

Die fast 50.000 Einwohner der Insel leben vorwiegend in den Städten Porto Novo, Ponta do Sol, Paúl und Ribeira Grande. Dennoch sind die Menschen von Santo Antão ein Bergvölkchen. Hier ist der Musikstil/Tanz der “Colá” zu Hause.

Um die faszinierenden Gegensätze Santo Antãos besser verstehen zu können, ist eine Fahrt von Porto Novo nach Ribeira Grande auf der alten Straße empfehlenswert. Im trockenen Südosten der Insel gestartet, fährt man durch senkrecht emporragende Felskegel, dann durch Kiefernwald bei Cova und Corda vorbei und auf einem schmalen Bergrücken bis an die Nordküste der Insel. Nachdem man die ersten Dörfchen bei Lombo de Figueira passiert hat, kommt man (zu Fuß) zum Vulkan Cova de Paúl. Durch die Ebene von Lagoa sieht man, wie im Westen die Landschaft schon wesentlich karger wird. Auf den Hochebenen hat man wiederum eine sehr schöne Sicht über die Insel, bei gutem Wetter sogar bis zum Monte Verde auf der Nachbarinsel São Vicente. Auch rund um Corda, dessen Häuser wie an den Berg gewachsen scheinen, hat man einen unbeschreiblichen Panoramablick.

Von Ribeira Grande aus erreicht man den vielleicht schönsten Ort Santo Antãos, Ponta do Sol, im äußersten Norden der Insel. Bunte kleine Fischerboote liegen auf der Landzunge, die in den Atlantik hinein ragt. Ein Erlebnis ist bereits die Fahrt von Ribeira Grande nach Ponta do Sol: Die Verbindungsstraße führt direkt am Meer an der Felswand entlang. In Ponta do Sol befindet sich ein zweiter Wohnsitz des heutigen Präsidenten der Kapverden, eine großzügige Villa mit wunderschönem Garten.

Hinter einem grüneren Landstrich in Richtung Westen liegt die höchste Erhebung der Insel, der Tope de Coroa mit seinen 1980 Metern Höhe. Von dort aus ist es nun nicht mehr weit nach Tarrafal de Monte Trigo, eine grüne Oase an einer geschützten Bucht.

Fogo – die Vulkanische
Der Name dieser Insel leitet sich vom portugiesischen Wort „Fogo“ ,zu Deutsch Feuer, ab. Der Name selbst verrät, was die Insel im Sotavento mit ihren rund 40.000 Einwohnern ist: ein Vulkan. Mit 2829 Metern ist der Vulkan „Pico de Fogo“ die höchste Erhebung der Kapverdischen Inseln. Einen wunderschönen Blick auf den Vulkan kann man von den westlich gelegenen alten Kratern genießen. Noch heute ist dieser Vulkan aktiv und stößt Schwefeldampf aus. Durch die hohen Berge auf Fogo, und die dementsprechende Wolkenbildung, ist die Insel eher feucht und es gedeihen zahlreiche Nutzpflanzen auf den Terrassenfeldern.

Im Westen von Fogo liegt mit einer Einwohnerzahl von rund 20.000 São Filipe, die größte Stadt der Insel Fogo. Nach Praia, Mindelo und Assomada ist São Filipe die viertgrößte Stadt der Kapverdischen Inseln. Hier befindet sich auch der Inselflughafen, der nur Verbindungen von und zu den anderen Inseln der Kapverden anbietet.

Das malerische Städtchen São Filipe befindet sich oberhalb einer 100 Meter hohen Steilküste und ist an einer kilometerlangen Küste aus schwarzem Lavastrand gelegen.Den Strand von São Filipe erreicht man über eine Treppe. Zum Schwimmen sollte man aber andere Strände aufsuchen, da die Strömungen tückisch sein können und besonders bei Seegang kann hier auch das Baden schnell gefährlich werden.

Von São Felipe aus gelangt man entlang der Ostküste in Richtung Norden nach Salinas. Ein Stop bei der „Ponta da Salina“ mit seinem von Felsen umgebenen Meerschwimmbad ist sehr zu empfehlen. Von hier aus hat man einen freien Blick auf den Ozean. Den Rückweg nach São Filipe sollte man auf der landschaftlich sehr interessanten höheren Straße zurücklegen. Von hier aus sieht Vulkane direkt am Meer, koloniale Herrenhäuser und vieles mehr.

In der unberührten Gegend von Cova Figueira und São Felipe trifft man auf Vulkankegel und wilde Feigen. Von dem Örtchen Mãe Joana kann man einen sehr schönen Ausblick auf die umliegenden Vulkane genießen. Vorbei an grüner Landschaft und Obstbäumen gelangt man in den Ort Tinteira, dessen dunkle Häuser aus Lavasteinen gebaut sind.

Brava – die Blumenreiche
Die Insel Brava ist mit seiner Hauptstadt Vila Nova Sintra die kleinste bewohnte Insel der Kapverdischen Inseln. Besonders kurz nach der Regenzeit ist ein Besuch dieser Blumenreichen Insel lohnenswert.

Danke dem Berg „Monte Fontainhas“ (976 m) und die Lage im Windschatten der Insel Fogo bilden sich das ganze Jahr über Wolken über Brava, die für ein pflanzenfreundliches Klima durch Tau sorgen. Hier wachsen Dattel- und Kokospalmen, farbenfrohen Oleanderbüsche, Hibiskusarten, Mandelbäume und Bougainvilleen.

Der Ort Vila Nova Sintra, welcher hoch auf dem Bergrücken Bravas gelegen ist, wird mit seinen gepflegte „Sobrados“ (zweistöckige Häuser) und kleinen Gärten von vielen als die schönste Stadt des kapverdischen Archipels bezeichnet.

Am Ortseingang von Vila Nova Sintra ist eine steinerne Nachbildung des Kolumbus-Schiffs Santa Maria vorzufinden. Dieses Denkmal wird am Johannistag (24. Juni) von Frauen der Stadt mit Blumen geschmückt und führen dazu die traditionelle “Cola”, einen ausgelassenen Tanz, auf.

Sal – die Sonnenreichste
Die Insel Sal ist geprägt von Sand, Wüsten und Trockentälern. Es gibt aber auch kleine Oasen, Salinen und stille Vulkane die das Bild der Insel prägen. Die Insel war lange Zeit Zentrum des Salzabbaus, deshalb hat die Insel auch Ihren Name „Sal“ (Salz) erhalten. Mittlerweile wird Salz nur noch für den Eigenbedarf und für den Tourismus gewonnen.

Von November bis Juni weht der starke Passatwind, der für Surfer geeignet ist. Durch den Internationalen Flughafen auf Sal und aufstrebende Tourismusprojekte, die ebenfalls Arbeitsplätze geschaffen haben, hat Sal mittlerweile eine Bevölkerungszahl von 20.000 Menschen erreicht. Davon sind nur 10% älter als 40 Jahre. Mit nur 405 Metern Höhe ist der Monte Grande die höchste Erhebung der Insel. Insgesamt ist die Insel sehr flach, deshalb haben Wolken kaum eine Chance über ihr zu verweilen und es regnet so gut wie nie. Im Landesinneren befindet sich die Hauptstadt der Insel: Espargos. Hier findet man alles, was wichtig ist: Banken, ein Gesundheitszentrum, die Hauptpost, ein Hotel, einige Pensionen, Bars, Internetcafés und Restaurants, und Geschäfte aller Art. Des Weiteren befindet sich hier auch der Internationale Flughafen.

Circa 5 km nördlich von Palmeira befinden sich für taucher fantastische unterseeische Höhlen und Riffe, wie zum Beispiel das „Olho Azul“

Der Ort „Pedra Lume“ (feuriges Gestein) ist für seinen Salzsee, einem niedrigen Vulkankrater der unter dem Meeresspiegel liegt, bekannt.

Die Stadt Santa Maria hat sich rege entwickelt. Hier sind große, luxuriöse Hotelanlagen, wo die Gäste europäischer Standard erwartet, vorzufinden.

São Nicolau – die Ursprüngliche
Die Insel São Nicolau ist für Natur-Liebhaber ein wahres Paradis. Sie ist durch steile Berghänge mit fantastischen Felsformationen, verlassenen Dörfern und fruchtbare Täler geprägt. Da die Gebirge auf São Nicolau nicht ganz so hoch wie die auf Santo Antão sind, ist diese Insel besonders bei Wanderer und Mountainbiker sehr beliebt. Im Nordwesten, dem fruchtbarsten Teil der Insel, befindet sich mit 1312 Meter der höchste Berg der „Monte Gordo“. Im wesentlich trockeneren und sehr dünn besiedelten Osten von São Nicolau erstreckt sich eine bis zu 700 Meter hohe Gebirgskette, die in eine Hochebene ausläuft. Auch der Süden ist sehr trocken. Allgemein sind die Küstenstücke sehr schwer zugänglich, daher ist die bergige Insel für reine Strandurlauber eher nicht geeignet.

„Ribeira Brava“ ist die Hauptstadt von São Nicolau und liegt mit ihren malerischen, bunten Häusern inmitten einer beeindruckenden Gebirgskulisse. Im Jahr 1780 wurde Ribeira Brava zum Sitz des Bischofs erklärt und neben einer Kapelle entstand das Priesterseminar Seminário de São José, das die Studierenden auf kirchliche und staatliche Ämter vorbereitete. Nach dem der Bischofssitz nach São Vicente verlegt wurde, wurde das ehemalige Priesterseminar 1931 endgültig geschlossen und als Gefängnis für politische Straftäter genutzt.

Nur wenige Kilometer nordwestlich von der Hauptstadt entfernt, befindet sich der Ort „Tarrafal“. Auf dem Weg dorthin ist ein Abstecher an die Küste im Tal von Queimadas empfehlenswert: Das „Blaue Loch“, ein Durchbruch im Felsen, der vom Meer unterspült wird ist sehr sehenswert. Tarrafal ist einer der wenigen Orte auf der Insel welcher über Bademöglichkeiten (Schwarzer Sandstrand!) verfügt.

Einen sehr fruchtbaren Landstrich kann man in der Fajã Ebene sehen. Hier gedeihen Brotfruchtbäume, Bananen, Papaya und Drachenbäume. Die wohl schönste Wanderstrecke der Insel ist der etwa dreistündige Weg von Praia Branca nach Fajã. Der Weg schlängelt sich in Form von Serpentinen an steilen Bergkämmen entlang. Vorbei geht es an den Zwillingsfelsen und durch das Tal von Ribeira da Prata bis hin in die fruchtbare Fajã-Ebene.

Maio – die Einsame
Maio, die östlichste Insel des Sotavento, liegt südlich von Boa Vista. Verschlafene Ortschaften mit bunten kleinen Häuschen, teils mit Blumen geschmückt, umherlaufende Ziegen und vor allem ganz viel Ruhe erwarten den Besucher. Menschen sitzen vor ihren Häusern, verträumt, und die Zeit scheint hier stillzustehen. Die Vegetation ist sehr arm, dennoch besteht Maio nicht nur aus Wüste. Salzwiesen im Norden des Eilands, Hügellandschaften aber auch Kalktäler, Akazienwälder und Kokospalmen bestimmen das Bild der Insel. Durch Aufforstungsmaßnahmen hat Maio heute sogar die größte zusammenhängende Waldfläche der Kapverden. Deshalb kann auch wieder in einer Köhlerei bei Morrinho Holzkohle hergestellt werden, ohne dass das den Baumbestand gefährden würde. Vogelbeobachter kommen auf dieser Insel auf ihre Kosten: Sandlerche, Wüstenläufer, Rennvögel und sogar Fischadler sind zu beobachten. In den Salinenbecken bei Vila do Maio finden sich Seeschwalben und Wattvögel.

Auf der Insel gibt es wunderschöne einsame Strände. Ein kilometerlanger weiter, relativ gut erreichbarer Sandstrand zieht sich zum Beispiel an der Westküste entlang von Vila do Maio (Praia da Vila in der Stadt und Praia Ponta Preta in Richtung Osten) über das Örtchen Morro bis nach Calheta. Auch südlich der Hauptstadt kann man an der Praia da Ponta Preta wunderbar baden. Die Hauptstadt der Insel, Vila do Maio, liegt direkt am Meer im Südwesten. Die Praça Fina, der zentrale städtische Platz, dient als abendlicher Treffpunkt für die die Menschen Maios. Eine weiße Kirche, im portugiesischen Kolonialstil erbaut säumt den Platz. Im Süden der Praça in einer Seitenstraße befindet sich eine kleine Markthalle, in der man Lebensmittel erstehen kann.

Boa Vista – die Gemütliche
Die östlichste und drittgrößte Insel der Kapverden macht ihrem Namen alle Ehre – Boa Vista: Schöne Aussicht. Während auf der kleineren Nachbarinsel Sal der Massentourismus schon angekommen ist, geht es auf Boa Vista noch etwas ursprünglicher zu. Dennoch, der internationale Flughafen wurde 2007 eröffnet und italienische sowie spanische Investoren haben die Insel für sich entdeckt und bauten Hotels. Auch hier ist die Landschaft geprägt von Sand- und Geröllwüste, allerdings gibt es auch einige niedrige Gebirgszüge – und natürlich viel Strand (55km), viel Sonne, Meer und exzellente Bedingungen für Wassersportler.

Die Hauptstadt der Insel Boa Vista, Sal Rei, wirkt sehr gemütlich, fast verschlafen, obwohl hier gut die Hälfte der insgesamt 12.000 Bewohner der Insel leben. Auf dem Hauptplatz, der Praça de Santa Isabel mit ihren vielen bunten Blumen und Pavillons, kann man afrikanische Händler und Waren bewundern. Bunte Batiken und Holzschnitzfiguren, aber auch Obst und Gemüse werden hier verkauft. Auch ein Reisebüro, ein Gesundheitszentrum, eine Bank und eine Post gibt es in Sal Rei. Die Igreja da Santa Isabel, die unmittelbar an die Praça de Santa Isabel angrenzt, ist im Kolonialstil erbaut und wird von einer barocken Fassade in Sand- und Hellblautönen geziert. Am Meer entlang, an der Avenida dos Pescadores, kann man den alten Hafenkai und eine Bootswerft besichtigen. Direkt gegenüber sieht man im offenen Meer die kleine Insel Ilheu de Sal Rei. Weiter nördlich ist die Avenida dos Pescadores mit Bäumen gesäumt und am Straßenrand stehen verträumte bunte Häuschen in allen erdenklichen Farben. Im Nordosten außerhalb der Stadt liegen die Salinen, in denen einst das königliche Salz („Sal Rei“) bester Qualität produziert wurde. Fährt man noch ein wenig weiter, erkennt man oberhalb einer Felsküste die Ruine der Kapelle Nossa Senhora de Fátima. Die Buchten von Sal Rei eignen sich sehr gut zum Baden, da sie durch die vorgelagerte Insel Ilheu de Sal Rei windgeschützt sind. Zu empfehlen ist der südlich des Ortes gelegene kilometerlange Sandstrand Praia do Estoril. Außerdem im Süden liegen die Praia de Carlota und die Praia da Chave und im Norden die Praia de Cabral.

Einreisebestimmungen
Für die Einreise auf die Kapverdischen Inseln sind ein Visum und ein Pass erforderlich. Die Kosten für das Visum betragen ca. 45 Euro. Der Reisepass muss bei Ausreise mindestens 6 Monate gültig sein. Europäer und Schweizer können das Visum bei den Botschaften und konsularischen Vertretungen der Länder im Voraus erlangen. Das Visum berechtigt den Reisenden zu einem Aufenthalt von 90 Tagen. Nach Visums-Ausstelldatum muss die Einreise in den kommenden 180 Tagen erfolgen. Antragsformulare können per Internet, Fax oder Post übermittelt werden und stehen auf der Website der Kapverdischen Botschaft (Link: http://www.embassy-capeverde.de/) [Stand 2017]

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit das Visum bei der Ankunft auf den Inseln Sal, Boa Vista, São Vicente und Santiago zu erwerben. Es ist jedoch zu beachten, dass dieses Visum wiederum nur 4 Wochen gültig ist.

Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Fluggesellschaft, ob eine Einreise ohne Visum möglich ist.



GESCHICHTE
Die Geschichte der Kapverden ist für ihre Lage typisch und doch einzigartig.  Über drei Jahrhunderte waren die Inseln Schauplatz des transatlantischen Sklavenhandels, Exil für die politischen Häftlinge Portugals und Zufluchtsort für Juden und andere religiös Verfolgte während der spanisch-portugiesischen Inquisition. Und dennoch: bereits im 19. Jahrhundert unterschied sich das Leben der Sklaven deutlich von dem in Nord- oder Südamerika: Auf den Kapverden waren Familien aus „Freien“ und Sklaven entstanden, die friedlich und wie selbstverständlich zusammen lebten. Im Drehkreuz zwischen Europa, Amerika und dem indischen Ozean gelegen können die Kapverden heute auf eine bedeutende Leistung zurückblicken: die Geburt einer völlig neuen, kreolischen Kultur und Sprache, entstanden durch das Miteinander verschiedenster Ethnien. Das kreolische Volk übernahm im nie ermüden wollenden Kampf gegen die Kolonisation die Vorreiterschaft in der Unabhängigkeitsbewegung Afrikas und die geistige Vaterschaft einer der modernsten Verfassungen in einer der wenigen pluralistischen und doch stabilen Systeme in der Region.

Entdeckungszeit, Sklavenhandel und Hungersnot Die Entdecker der Kapverden, die Portugiesen, beschrieben die Inseln bei ihrer Ankunft im Jahr 1456 als völlig unbewohnt. Jedenfalls gibt es bis heute keinerlei Beweise für menschliches Leben vor der „descoberta“. Ziel der Portugiesen war es, neue Handelswege  und -waren zu ergründen und die geografischen Kenntnisse zu erweitern, zumal islamische Händler den Transsahara-Handel von Gold und Sklaven nach Norden und Salz nach Süden kontrollierten. In Sachen Indienhandel mit Gewürzen und Stoffen waren es die Türken, die den Landweg am Mittelmeer beherrschten und hohe Zölle erhoben. Ein neuer, christlich kontrollierter Zugang zu Gold, Sklaven und Gewürzen nach Westafrika und Indien sollte gefunden werden. Geschichte - Sklaverei Sklaverei

Eine Vorreiterrolle übernahm hier Heinrich der Seefahrer (1394-1460), Pionier der portugiesischen Entdeckungsfahrten. 1415 eroberte er Ceuta, 1418 Madeira und 1431 die Azoren. Heinrich der Seefahrer verpflichtete Kapitäne verschiedener Länder wie z.B. Spanier und Italiener, um seinem Ziel näher zu kommen. So erblickte der venezianische Seefahrer Aloisio Cadamosto am 25. Juli 1456 die Inselgruppe, als er im Auftrag Heinrichs zum Gambia-Fluss unterwegs war. Da Cadamosto aber die Kriterien einer „Entdeckung“ im Sinne Heinrichs nicht erfüllte (kartografische Erfassung, Beschreibung, Hinterlassen von Artefakten, Demonstration der Fähigkeit, wiederzukehren) wurde die Entdeckung 1960 dem Genueser António da Noli, ebenfalls von Heinrich beauftragt, per Urkunde zuschrieben. Nach dem Tode Heinrichs koordinierte Prinz Ferdinand von Portugal die Entdeckungsreisen und sandte den Seefahrer Diego Afonso zur weiteren Erkundung auf die Kapverden. Afonso benannte die Inseln nach den Tagesheiligen des jeweiligen Entdeckungsdatums: São Nicolau am 6. Dezember 1461, Santa Luzia am 13. Dezember 1461, Santo António am 17. Januar 1462, São Vicente am 22. Januar 1462.

Im Jahre 1461 entstand in Santiago die erste Siedlung – die erste europäische Überseekolonie im subsaharischen Afrika überhaupt. Wenig später folgte die Besiedelung von Maio, wo sich Hirten niederließen, von Fogo, das Kolonialbürger beherbergte, von Boa Vista, wo Leprakranke untergebracht wurden und von Brava. In Santiago erhielten die Bürger 1472 das Recht, Sklaven zu halten. Während das Verhältnis von Sklaven und Freien im Jahr 1510 in Santiago noch bei 160 Siedlern und 30 Sklaven lag, kamen bereits im Jahr 1580 auf 2000 Freie 14.000 Sklaven. Nach Santiago wurden von Beginn der Besiedelung an bis ins Jahr 1974 Straffällige, Landstreicher und Prostituierte deportiert und so entstand 1949 ein Konzentrationslager in Tarrafal. Nachdem sich Portugal 1466 das ausschließliche Recht zum Sklavenhandel an der Küste von Senegambia bis Guinea gesichert hatte, wurde Ribeira Grande, später Cidade Velha, für ein Jahrhundert zum wichtigsten Sklavenhandelshafen. Außerdem wurden Rohrzucker bzw. Rum hergestellt und exportiert, Baumwolle angebaut und verarbeitet und aus der Viehzucht in Maio gewonnenes Fleisch als Schiffsproviant verkauft.

Durch die Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 entstand neuer territorialer Disput. Die Konkurrenten Spanien und Portugal vereinbarten unter Vermittlung des Papstes 1494 im Vertrag von Tordesilhas eine neue Grenzlinie: 370 Seemeilen westlich der Kapverden vom Nord- bis zum Südpol. Das Territorium östlich der Linie wurde Portugal, das westlich der Linie gelegene Gebiet Spanien zugesprochen. Schon 1580 wurde Portugal von den Spaniern besetzt und die Kapverden von holländischen, französischen und britischen Freibeutern heimgesucht. Die wirtschaftliche Lage der Inseln verschlechterte sich zunehmend, nicht zuletzt durch die Kriege in Europa, die einen Handlesrückgang mit sich brachten. Aufgrund immer häufiger werdender Angriffe von Piraten und der strategisch schlechten Lage von Ribeira Grande wurde die Kolonialregierung 1614 nach Praia verlegt.

Der wirtschaftliche Niedergang setzte sich aber auch im 18. Jahrhundert fort, bis 1773 fast die Hälfte der Inselbevölkerung aufgrund einer mehrjährigen Dürreperiode starb, die nicht die letzte gewesen sein sollte.

Aufschwung und Ende der Kolonialzeit
Im Jahre 1790 begannen sich die Inseln langsam zu erholen. Während der napoleonischen Kriege wurde 1815 der Sklavenhandel auf der nördlichen Halbkugel verboten und England sicherte sich das Recht auf den Handel mit Portugal und Brasilien. Auf São Nicolao wurde erstmals Kaffee aus Brasilien angebaut, auf São Vicente ließen sich die ersten Siedler nieder, Praia wurde mit Straßen und städtischen Plätzen ausgestattet und auf der Insel Sal wurde von nun an Salz produziert. Nach einem Sklavenaufstand im Jahr 1853, der noch blutig niedergeschlagen wurde, war die Sklaverei auf den Kapverden 1878 endgültig beendet. Die Bewirtschaftung wurde fortan im Teilpachtsystem, das bis heute die Landwirtschaft der Kapverden prägt, weiter betrieben. Dennoch brachten die Exporte von Salz, Bananen, Kaffe, Fisch und Purgiernüssen nicht den erhofften Ertrag. Portugal hatte während seiner Herrschaft nicht in das Land investiert, die Exportkosten waren aufgrund der Abgelegenheit der Inseln zu hoch, die ohnehin geringen Bodenschätze gingen zur Neige und die Wasserreserven wurden knapp. Als um 1900 zudem die Weltmarktpreise für Kaffee drastisch absanken, brach die Produktion auf den Kapverden ein. In Lissabon errichtete Premierminister Salazar 1932 sein diktatorisches Regime und erklärt die Kapverden 1951 aufgrund des wachsenden nationalen Drucks als Überseeprovinz. Der Kolonialstatus wurde allerdings nur offiziell beendet. Durch massive Proteste gegen das weiterhin vorherrschende Kolonialgebaren Portugals wurden den Kapverdianern schließlich 1961 alle portugiesischen Bürgerrechte und bessere Bildungsmöglichkeiten zugestanden. Ab dem Jahr 1958 setzte erneut eine Dürrekatastrophe ein. In Lissabon hatte mittlerweile Caetano die Nachfolge Salazars angetreten und unterstützte die Inseln mit Aufbauprogrammen, sodass die Folgen der Dürre gemildert werden konnten. Zu verdanken war dies vor allem dem Druck von Amílcar Cabral, der 1956 in Guinea-Bissau die PAIGC (Afrikanische Partei für die Unabhängigkeit Guineas und der Kapverden) gründete. Guinea-Bissau wurde bereits von 1650 bis 1878 von den Kapverden aus verwaltet, und auch die kreolische Kultur und Sprache verband die beiden Länder. Nach mehreren Versuchen Portugals, die PAICV mittels der PIDE, einer Art Geheimpolizei, zu unterwandern und den Zusammenschluss von Guinea-Bissau und den Kapverden zu verhindern, wurde Amílcar Cabrals im Jahr 1973 ermordet. Bis heute ist unklar, wer den Mord in Auftrag gab. Im Jahr 1974 wurde durch die Nelkenrevolution die Diktatur in Portugal beendet. Die lokalen Truppen auf den Kapverden hielten ihre Herrschaft jedoch weiterhin aufrecht. Im Dezember desselben Jahres wurde dann unter Leitung von Pedro Pires und Aristides Pereira eine PAIGC-Übergangsregierung vereinbart und im Juni 1975 erfolgte die erste Abstimmung über die nationale Volksvertretung: 92% der Stimmen bestätigte die PAIGC als Einheitspartei und somit Inhaberin aller Mandate in der Volksversammlung.

Die Unabhängigkeit
Am 5. Juli 1975 erklärte die República Cabo Verde ihre Unabhängigkeit. Erster Staatspräsident wurde Aristides Pereira als Generalsekretär der PAIGC. Zum Ministerpräsidenten wurde Pedro Pires ernannt. Am 5. September 1980 wurde die erste Verfassung verabschiedet. Am 20. Januar 1981 wurde die PAIGC als neue Regierungspartei PAICV (Afrikanische Partei für die Unabhängigkeit der Kapverden) gegründet. Die neu erreichte Unabhängigkeit stellte die Regierung vor schwierige Aufgaben: Die Staatskassen waren leer, eine schlimme Dürre plagte erneut das Land und die Erwerbslosenquote war auf 60% angestiegen, da die Arbeitsplätze in der Kolonialverwaltung wegfielen. Mit Unterstützung von Entwicklungshilfeorganisationen gelang es aber, das Land schrittweise aufzubauen. Heute herrscht auf den Kapverden ein politisches Klima, das von sozialem Frieden und Stabilität geprägt ist.

SPRACHE
Auf den Kapverden spiegelt das Kreolische („Crioulo“) – neben der offiziellen Landessprache Portugiesisch – die Vielfalt eines durch Jahrhunderte der Migration entstandenen Volkes wider. Portugiesisch ist die offizielle Sprache und wird in den Medien, in Behörden, in Kirchen und Schulen gesprochen. Kreolisch dagegen ist die Umgangssprache, die auf den Straßen gesprochen wird. Das Kreolische der kapverdischen Inseln gilt heute als die älteste afrikanisch-europäische Kreolsprache. Vergleichbar wird beispielsweise auf den Seychellen oder La Réunion gesprochen.Das Kreolische der Kapverden besteht zu 90% aus dem „alten“ Portugiesisch. Den Rest bilden afrikanische, französische, englische und andere europäische Wörter all jener Sprachen, deren Völker in der Vergangenheit die Geschichte der Insel mitprägten.

FAUNA
Auf den vulkanischen Inseln, die zunächst ohne tierisches Leben waren, konnten sich nur Arten entwickeln, welche über das Wasser oder über die Luft auf die Inseln kamen. Aufgrund dessen gibt es außer der Fledermaus keine weiteren einheimischen Säugetierarten. Grüne Meerkatze, kleine Mäuse oder auch wilde Kaninchen sind „eingereiste“ Säugetierarten. Schlangen gibt es auf den Inseln nicht, dafür aber viele verschiedene Reptilienarten, wie Geckos und bunte Echsen. Auch Amphibien, wie z.B. Frösche sind vertreten.

Des Weiteren kann man auf den Kapverdischen Inseln zahlreiche Schmetterlingsarten wie zum Beispiel Bläulinge, Schwalbenschwänze, Monarchen u.v.m beobachten. Für Spinnenfreunde sind die Kapverden mit seinen ca. 500 verschiedenen Käferarten ein interessanter Ort.

Vor allem aber durch ihre zahlreichen Meeresarten und Vogelgattungen sind die Inseln sowohl bei Tauchern, als auch bei Biologen sehr begehrt.

FLORA
Nach der Vulkanbildung waren die Kapverdischen Inseln zunächst ohne jede Vegetation. Mit der Strömung des Meeres, durch Vögel, durch den Menschen und durch den Wind wurden zahlreiche Samen aus Westafrika, Lateinamerika, dem Mittelmeerraum und den anderen Makkaronesischen Inseln (Azoren, Kanaren, Madeira) eingeführt.

Durch die unterschiedlichen Böden und klimatischen Bedingungen auf den Kapverden findet man insgesamt eine sehr artenreiche Pflanzenwelt vor. Auf den sehr trockenen Ostinseln wachsen viele Gräserarten, die sich auch teilweise mit Palmen und Akazien an den Küstenstreifen wieder finden.

Die Gebirgsinseln hingegen sind etwas bunter. An den Bergwänden wachsen u.a. Bananen, Mango- und Zitrusbäume, Zuckerrohr, die roten Blüten der Cana und blaue Jacarandabaumblüten, Agaven und gelb-rote Rosenarten. Aber auch Rosmarin, Lavendel und die Kapverden-Hauswurz, die von April bis Juni kräftig gelbe Blüten treibt, sind hier vorzufinden.

Viele Pflanzen haben sich über die Jahrhunderte den kapverdischen Bedingungen angepasst, sodass aus ihnen völlig neue Arten entstanden sind.Teilweise gibt es Pflanzen, die nur auf dem Archipel blühen (endemische Arten). Endemische Arten sind die Kapverdische Wolfsmilch, die es in Santo Antão und São Nicolau zu sehen gibt, der Kreuzblütlerstrauch am Vulkan von Fogo, der Natternkopf auf den Südinseln und die Palmenart „phoenix atlantica“.

ZEIT
Der Zeitunterschied ist gering. Die Kapverdischen Inseln sind unserer mitteleuropäischen Zeitrechnung 2 Stunden hinterher. Während unserer Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied 3 Stunden.

TELEFON
Telefonieren auf den Kapverden ist nicht billig. Derzeit gibt es in jedem Ort öffentliche Kartentelefone. Karten kann man bei der Post, in größeren Hotels, in einigen Restaurants und kleinen Geschäften kaufen.

Es gibt in allen größeren Städten Internet- oder Cybercafés, die man zu normalen Preisen nutzen kann: Bei den hohen Telefonpreisen empfiehlt es sich vor allem für Auslandsgespräche, mit Internet-Programmen wie „Skype“ oder „WhatsApp“ zu telefonieren.

MEDIZIN
Es wird empfohlen die Standardimpfungen gemäß Robert-Koch-Institut anlässlich überprüfen bzw.vervollständigen zu lassen. Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für Reisende vorgeschrieben, die aus einem Gelbfiebergebiet einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr. Bei direkter Einreise aus Deutschland bzw. Europa ist die Impfung somit nicht notwendig.

In den Spätsommermonaten gibt es vereinzelt Fälle von Malaria und Dengue in Praia, auf der Insel Santiago. Die Anzahl der Fälle ist aber so gering, dass eine Malaria-Profilaxe auch vom Tropeninstitut nicht empfohlen wird.

Auf jeder Insel gibt es Ärzte bzw. Krankenstationen (Unidade Sanitária de Base). Krankenhäuser gibt es in Praia, São Vicente und Santo Antão. Apotheken sind in den Städten sehr häufig vorzufinden (Posto de Venda EMPROFAC).

Informationen GELD
Die Landeswährung der Kapverden ist der Escudo de Cabo Verde (Abkürzung:CVE). Es gibt Münzen von 1 bis 100 CVE und Scheine von 200 bis 5000 CVE. Die 1.000CVE Banknote wird auch umgangssprachlich „Conto“ genannt. Für einen Euro erhält man 110,26 CVE. (Stand 2017) Hierbei handelt es sich um einen Festen Wechselkurs.

An den Internationalen Flughäfen gibt es Wechselschalter. An den Inlandsflughäfen sind jedoch keine Wechselschalter vorzufinden. Jeder Kreis verfügt über eine Bank, die i.d.R. Von 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr geöffnet ist. Des Weiteren besteht die Möglichkeit sein Geld an Wechselstuben, die auch zum offiziellen Kurs umtauschen, zu wechseln. In einigen Geschäften kann man teilweise mit dem Euro bezahlen, das Rückgeld gibt es jedoch dann in CVE (zu einem viel schlechteren Kurs) zurück.

Die gängigen Kreditkarten wie Master- oder Visacard werden von den größeren Hotels und Banken angenommen. Geldziehen mit Kreditkarten (Master- und Visacard) am Automaten ist möglich, jedoch nicht preiswert. Bitten nehmen Sie bei Kartenzahlung und Geldwechsel immer Ihren Reisepass mit, da dieser vorgezeigt werden muss.

Die Preise in Geschäften und Restaurants sind vergleichbar mit denen in Europa. Ein kleines Mittagessen erhält man bereits ab 7 Euro, in besseren Restaurants zahl man bis zu 25 Euro. Die Getränkekosten betragen von 1 bis 2 Euro.

RELIGION
Etwa 80% der Bevölkerung ist katholisch, 10% sind Protestanten, der Rest gehört kleineren Glaubensgemeinschaften an.

Der auf den Inseln praktizierte Katholizismus ist etwas besonderes: es gibt viele afrikanische Bräuche, die sich bis heute in katholischen Zeremonien wiederfinden.

Der katholische Glaube spielt eine dominierende Rolle auf den Inseln, da die Kolonialmacht Portugal vorwiegend katholisch geprägt war. Das römisch-katholische Monopol der Kirche auf den Kapverden wurde erst 1910 abgeschafft, sodass erst ab diesem Zeitpunkt der Weg für andere Glaubensrichtungen offen stand.

REISEZEIT & KLIMA
Auf den Kapverdischen Inseln scheint die Sonne an 350 Tagen im Jahr und es herrschen Temperaturen zwischen 21°C und 29°C. Aufgrund dieser Tatsche werden die Kapverden auch die Inseln des ewigen Sommers genannt. Die Brise des Meeres ist allgegenwärtig bei einer relativ geringen durchschnittlichen Luftfeuchtigkeit von 40% bis 60%.

Auf den Kapverden gibt es im Vergleich zu Mitteleuropa nur zwei Jahreszeiten: > die Zeit der Winde („Tempo das Brisas“), welche von Oktober bis Mitte Juli andauert > und die Regenzeit („Tempo das Chuvas“), welche von August bis September mit heftigen tropischen Regenfällen geprägt sind.

Mit Durchschnittlich 21°C sind die Monate Januar und Februar am kühlsten. Teilweise können in diesen Monaten auch 16°C erreicht werden. Am wärmsten hingegen ist der Monat September. Die Durchschnittstemperatur beträgt in diesem Monat angenehme 27°C. Es können jedoch auch bis zu 36°C am Tag erreicht werden und in der Nacht kann es auf bis zu 3ºC abkühlen.

Die Wassertemperatur beläuft sich zwischen 22°C und 27°C über das Jahr gesehen. In der Jahreszeit „Tempo das Brisas“ ist der Nordostpassat aktiv. Diese Zeit ist vor allem bei Surfern sehr beliebt.

Die Inseln der Inselgruppe Barlavento (Inseln über dem Winde) worunter Santo Antão, São Vicente, São Nicolao, Boa Vista, Sal, Santa Luzia, Branco und Razo zählen, sind immer etwas kühler als die Inseln der Inselgruppe Sotavento (Inseln unter dem Winde) worunter Maio, Santiago, Fogo und Brava zählen. Auf den Inseln unter dem Winde kann es im Sommer sehr heiß werden.

KÜCHE & SPEZIALITÄTEN
Die Küche auf den Kapverdischen Inseln kann als „deftig“ bezeichnet werden. Die „Cachupa“ ist das Nationalgericht der Inseln. Hierbei handelt es sich um einen Eintopf, welcher aus aus gestampftem Mais, Zwiebeln, grünen Bananen, Maniok, Süßkartoffeln, Kürbis, Yams, Tomaten, Kohl und Speck besteht. Mit Lorbeerblätter, Knoblauch und Piment wird dieses Gericht abgeschmeckt. Je nach Belieben werden noch verschiedene Wurstsorten, Rind- oder Schweinefleisch oder Fisch dazugegeben. Die „Cachupa“ wird zu jeder Tageszeit genossen. Ein weiterer beliebter Eintopf auf den Kapverden ist das Bohnengericht „Feijoada“, welches in verschiedensten Ausführungen gibt. Weitere Beliebte Gerichte auf den Inseln ist die „Canja de Galinha“ (Reissuppe mit Hühnchen), die „Caldo de Peixe“ (Fischsuppe), das traditionelle „Carne Guisado“ (geschmortes Fleisch) und die Lapas (in Paprika gedünstete Napfschnecken)

Durch die zahlreichen Früchte auf den Inseln (Kokosnuss, Papaya, Guaven, Mangos u.wm.) entstehen hier vielfältige Dessert-Kreationen. Unter den beliebtesten Nachspeisen zählen die „Doce de Papaya“ (Papayagelée), „Doce de Coco“ und der Käse- oder Kaffeepudding von der Insel Fogo.

Das Nationalgetränk auf den Kapverdischen Inseln ist der „Grogue“, welcher in verschiedenen Variationen auf den Inseln getrunken wird. Auch von großer Beliebtheit sind der „Pontche“, eine Mischung aus Grog und Zuckerrohrmelasse mit Zitrusfrüchten und Nelken, der „Pontche de Coco“ und der Orangen-Grogue.



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